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Veränderungsprozesse / Mergers haben das Ziel, Synergien
zu erzeugen und die Systemleistungen zu erhöhen. Aber es reicht nicht
aus, die Transistoren zum Laufen zu bringen. Vielmehr müssen die
Bediener vom Sinn dieser Veränderung überzeugt sein, was in
vielen Fällen schlecht gelingt bzw. nicht gelingt. Dies hat viele
Gründe.
Emotionen der Beteiligten müssen in Veränderungsprozessen berücksichtigt
werden und spielen eine entscheidende Rolle, damit es gelingen kann. Sobald
in irgendeiner Form bekannt wird, dass eine Veränderung geplant ist,
lässt die Systemleistung der betroffenen Bereiche nach. Dies hat
den Grund, dass die Leistungsmotivation der MitarbeiterInnen schon beeinträchtigt
ist; ES wirkt sich aus:
Diese Punkte durchlaufen fast alle, die von den Veränderungsvorhaben
betroffen sind. Viele Projekte scheitern und oft fragen sich die Initiatoren,
warum es trotz der besten Planung nicht geklappt hat.
Wissen Sie, was der Ersatz nur eines demotivierten Managers kostet,
der Ihr Unternehmen verlässt, weil er sich nicht mehr wiederfindet?
Was kostet es, wenn die Krankheitsquote um nur 1 % in einem Betriebsbereich
steigt?
Was kostet es, wenn ein großes Projekt / oder gar eine Fusion
scheitert?
Auftraggeber für Veränderungsprozesse, Führungskräfte
und Projektleiter müssen autorisiert werden, mit ihren Mannschaften
durch den Prozess zu gehen, der oftmals einem Gang durch den Dschungel
gleicht.
Betroffene müssen den Ausdruck für ihre Gefühle finden,
damit sie sich wiederfinden können.
Aufgrund meiner vielfältigen Erfahrungen und meiner eigenen Betroffenheit
möchte ich Sie bei Ihren (oft sehr kostspieligen) Vorhaben unterstützen.
1. Die Vorahnung
Jeder nimmt es wahr: eine Veränderung bahnt sich an
Es wird noch nicht öffentlich darüber gesprochen,
Gerüchte gehen um, leichte Unruhe + Turbulenzen sind zu verspüren
Alles Ungewohnte wird als Störung empfunden
Sorge um die Zukunft des Arbeitsplatzes macht sich breit
Sorge ist eine angemessene Reaktion, da eventuelle Risiken wahrgenommen
werden
Die persönliche Zukunft ist ungewiss
Eigene Möglichkeiten der Einflussnahme können nicht abgeschätzt
werden
2. Der Schock
Die öffentliche Bekanntmachung des Veränderungs
Vorhabens erschrecken
Hoffnungen und Befürchtungen sind auf einen Schlag präsent
Die Betroffenen fühlen sich durch den Schreck wie gelähmt
Niemand ist fähig, sich auf vielversprechende Zukunftsvisionen
einzulassen
3. Die Abwehr - Ärger
Nach dem ersten Schreck folgt die Abwehr gegen den Wandel
Die Betroffenen versuchen Sicherheit zu gewinnen
indem das Ausmaß der erforderlichen Veränderung verleugnet
wird
Es kann kurzfristig zum Produktivitätsanstieg kommen durch
Mehr desselben
Damit soll bewiesen werden, daß Veränderungen nicht
notwendig sind
Ärger kommt auf.
Jeder glaubt zu wissen, was in der Situation Das Beste
und Das Richtige ist
Anderen wird die Schuld an der aktuellen Misere zugeschrieben
Die Notwendigkeit der eigenen Veränderung wird nicht akzeptiert
vor allem dann, wenn der Wandel nach neuer Selbstdefinition verlangt
4. Die rationale Akzeptanz - Frustration
Die Abwehr ist erfolglos geblieben
Die Betroffenen sind einsichtig, dass sich generell etwas verändern
muss
Eine tiefgreifende emotionale Auseinandersetzung mit den Erfordernissen
des persönlichen Wandels hat noch nicht stattgefunden
Ansätze zur Problemlösung sind vornehmlich von dem Wunsch
nach rascher Beendigung der unangenehmen Situation getragen
Es wird meist an unbedeutenden Stellen etwas geändert
das bringt jedoch nicht den erwarteten Erfolg
Das führt zu Frustration
5. Die emotionale Akzeptanz - Trauer
Allen ist deutlich, es gibt keinen Weg zurück
Der emotionale Tiefpunkt ist erreicht, das Tal der Tränen
wird durchschritten
Das gesamte Handlungsrepertoire ist ausgeschöpft, man hat
alles versucht
Mit Trauergefühlen wird sich vom Alten verabschiedet
Gedanken kreisen um das Verlorene, man fühlt sich
niedergeschlagen, bedrückt und entmutigt
Trauer ist eine Schwellenemotion vom Vergangenen hin zur Neuorientierung
und hat somit seine zentrale Funktion im Veränderungsprozess
Hier erreicht + durchläuft die Systemleistung ihre verlustreichste
Zone
6. Die Öffnung Neugier - Enthusiasmus
Wenn die Trauerphase durchschritten ist, wird der Weg frei für
eine grundlegende Neuausrichtung der Selbst-, Team- und Unternehmensdefinition
Die Neugier auf einen erweiterten Erfahrungshorizont erwacht
man klammert sich nicht mehr an Vergangenes
Nach anfänglichem Enthusiasmus baut sich die nötige Distanz
auf, um die Ziele realistisch anzugehen
Es kann auch zu Rückschlägen kommen, die als Rückmeldungen
mit hohem Informationswert anzusehen sind, die einen Zugewinn an Erfahrung
sichern
Lernprozesse werden dadurch stabilisiert
Sie führen Schritt für Schritt zu einem Produktivitätsniveau
über dem Ausgangsniveau
7. Die Integration
Selbstvertrauen
Durch kontinuierliche Lernerfolge wird das gesamte Wahrnehmungs-,
Denk und Handlungsspektrum erweitert
Die Mehrung der Wahlmöglichkeiten führt zur Bereicherung
des Erlebens und Handelns
Das wiederum stärkt das gewonnene Selbstvertrauen der MA
Die Systemleistung steigt deutlich über das Niveau, das vor
dem Veränderungsprozess vorhanden war
Die Muster des erfolgreichen Umgangs mit Veränderungen werden
in Form einer Strategie für den Wandel in anderen Unternehmens-Bereichen
generalisiert
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